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Zwischenwelt 13: Siglinde Bolbecher, Konstantin Kaiser: Für und wider in dieser Zeit. Die Editorials der Zeitschrift "Zwischenwelt" (1993-2012)

Mit Beiträgen von Peter Roessler und Vladimir Vertlib. Wien, Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava Verlag 2014. 192 Seiten.
ISBN: 978-3-85435-753-7 Euro 21,-


Ein Buch über die Irrtümer der Gedenkkultur und der politischen Aufklärung, über Exil und Widerstand, das Verhältnis der Gegenwart zu ihrer Vorgeschichte, über neuen Irrationalismus, Krise und die Möglichkeiten der Literatur. In ihren Editorials erzählen Siglinde Bolbecher und Konstantin Kaiser zugleich die Geschichte einer bedeutenden Zeitschrift und der Theodor Kramer Gesellschaft.
 

 

 

VERLAGSANKÜNDIGUNG

Manfred Wieninger: Die Banalität des Guten. Feldwebel Anton Schmid.

Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2014.
192 Seiten. ISBN 978-3-901602-56-6. Euro 21,-


Überlebende litauische Juden haben Feldwebel Schmid als Heiligen bezeichnet. Grund genug vielleicht, sich zu fragen, wer dieser Anton Schmid eigentlich war. Am Ende seines kurzen Lebens jedenfalls für die einen so etwas wie ein Held, für die anderen nichts als ein Verräter. „Was die Reaktion unserer Familie und des Umfeldes in dieser Zeit anlangt, kann ich Ihnen sagen, dass die Familie natürlich mit gemischten Gefühlen reagiert hat. Sicher war sie einerseits stolz, andererseits wäre es ihr natürlich lieber gewesen, er wäre ein ganz normaler Soldat gewesen und wieder nach Hause gekommen. Aus dem Umfeld gab es einige positive, aber auch genug negative Reaktionen“, erinnert sich Schmids Tochter Gertrude, die zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung 21 Jahre alt ist, Jahrzehnte später.


Was war vor dem NS-Militärjustizmord an Anton Schmid, vor seinem gewaltsamen, schandhaften Ende im Hof des Wilnaer Wehrmachtsgefängnisses Stefanska? Dieses Buch versucht sich jedenfalls daran, die Geschichte des Feldwebels zu erzählen, so genau, so wahrhaft es die Quellen, die Akten und Berichte nur zulassen.

 

 



Herbert Kuhner: Smoke and Fire / Rauch und Feuer.

Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und PROverbis bilingual 2014.
136 Seiten ISBN 978-3-902838-18-6. Euro 18,-


Ist soeben als dritter Band der Lyrikreihe Nadelstiche erschienen!


Where others see an institution, he often sees a temporary arrangement whose continuation simply depends on bad habit.
Kuhner's startling insight encompasses deeply fractured reality.
And it is not his task to set about plugging up the gaps.
Injured himself, he shows us the cracks and ruins.

Wo die anderen eine Institution sehen, sieht er oft nur eine provisorische Einrichtung, deren Fortbestand bloß auf schlechter Gewohnheit beruht.
Kuhners erschütterter Blick erfasst eine zutiefst erschütterte Wirklichkeit.
Er, selbst verwundet, zeigt uns die Ruinen und Narben.
Und es ist nicht seine Sache, sich gleich ans Flicken der Risse zu machen, die sich für ihn auftun. (Konstantin Kaiser)

 

 


Sonja Frank (Hg.)
YOUNG AUSTRIA
ÖSTERREICHERiNNEN IM BRITISCHEN EXIL 1938 -
1947.
Für ein freies, demokratisches und unabhängiges Österreich.

2. erweiterte Auflage und DVD. Ist ab sofort erhältlich im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft! 632 Seiten, ca. 1000 Abbildungen.
ISBN 978-3-901602-55-9. Euro 36,-
/SFr 44,-

Während des Zweiten Weltkrieges war Young Austria die bedeutendste österreichische Exil-Jugendorganisation in Großbritannien. Im März 1939 gegründet, zählte Young Austria 1943 bereits 1.300 Mitglieder. Diese hatten als Jugendliche größtenteils nach dem „Anschluss“ mit den sogenannten Kindertransporten vor dem NS-Regime nach Großbritannien flüchten können.
Die Young Austrians leisteten einen bedeutenden Beitrag im Kampf gegen den Faschismus, sie kämpften in den alliierten Streitkräften für die Befreiung Österreichs, sie arbeiteten in der britischen Kriegsindustrie, sie halfen mit, der Öffentlichkeit in Großbritannien zu beweisen, dass es auch ein „anderes“ Österreich gab.
1947 wurde Young Austria aufgelöst, da die AktivistInnen ihre Aufgabe als erreicht ansahen. Viele Young Austrians kehrten nach Österreich zurück, um sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Einige von ihnen prägten das intellektuelle und kulturelle Leben im Nachkriegsösterreich, wie z.B. der Dichter Erich Fried, der Gründer des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes Herbert Steiner oder die Autorin und Lese-Theatermacherin Ilse M. Aschner.
Die Herausgeberin Sonja Frank stellte mit dem Verein KunstPlatzl ein Dokumentationsteam zusammen, welches nunmehr für die 2. erweiterte Auflage über 90 Lebensgeschichten von Young Austrians und Zeitgenossen erfasst. Die Ausstellung und das Buch vergegenwärtigen die Jugendzeit der Young Austrians und ihr Leben bis heute, thematisieren Kindertransporte, Internierungen und ÖsterreicherInnen im Kampf gegen den Nationalsozialismus.
Das Young Austria Buch (632 Seiten mit über 1000 Abbildungen!!!) erscheint in Juni 2014 im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft. Beilage: DVD mit ZeitzeugInnen-Interviews.
Die Young Austrians, welche Sonja Frank interviewte, sind heute 85 bis 102 Jahre alt. Es war die Zusammenarbeit von Menschen aus drei Generationen, welche diese umfangreiche, fast lexikale Dokumentation zu den Young Austrians ermöglichte. Man erfährt vieles über kaum bekannte, aber auch berühmte Mitglieder und SympathisantInnen, wie Erich Fried, Theodor Kramer, Edith Rosenstrauch, Theodor Prager, Anna Mahler, Otto Tausig, Georg Eisler, Wolf Suschitzky.

 

 




 

 


 

Veronika Seyr
FORELLENSCHLACHTEN
33 Briefe aus dem vergessenen Krieg

Mit einem Vorwort von Wolfgang Petritsch:
Wie Jugoslawien der Welt abhanden kam


Erscheint Anfang April 2014 im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft!
Broschiert 18 x 24 cm, 416 Seiten, Ladenverkaufspreis Euro 30,-/SFr 36,-
ISBN 978-3-901602-54-2

1991-1999 tobte in Jugoslawien auf wechselnden Schauplätzen ein Krieg mit Massenmorden, ethnischen Säuberungen, Vertreibungen. Er begann in Slowenien, erreichte seinen Höhepunkt in Bosnien und Herzegowina, endete mit der Bombardierung Serbiens durch die NATO. Anstelle eines Bundesstaates bestehen heute sieben souveräne Nationen. Veronika Seyr war 1991 bis 1997 Korrespondentin des ORF in Belgrad und schildert in 33 Briefen an eine Freundin, was sie sah und hörte.

 

Auf Grundlage ihres deutschsprachigen Romans Chawar (2009 als Band 3 der Reihe anders erinnern im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft erschienen) hat die iranische Exil-Autorin Nahid Bagheri-Goldschmied nun eineTextversion von Chawar auf Farsi selbst verfasst!  

 

ISBN 978-3-901602-53-5. Käuflich erhältlich um Eur 12,-

 

Karl Ausch: Als die Banken fielen. Zur Soziologie der  politischen Korruption.
Mit einem Vorwort von Ferdinand Lacina. Herausgegeben von Alexander Emanuely

und Brigitte Lehmann. 
Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2013. 396 S. ISBN 978-3-901602-51-1. Eur 30,-

 "In seinem Buch [...] beschäftigte sich Karl Ausch ausführlich mit dem Zusammenbruch der
"Boden Credit Anstalt", der den Beginn der Weltwirtschaftskrise markierte, und der Wirtschafts- und

Finanzpolitik der christlichsozialen Regierung Seipel, und argumentierte schlüssig gegen die weitverbreitete

Behauptung, dieser hätte mit seiner Deflationspolitik und den von ihm verhandelten Anleihen Österreich "gerettet". "

 Eintrag zu Karl Ausch auf dasrotewien.at

 "Seit dem Ende der sechziger Jahre hat Österreich mehrere Wellen von Korruption im
politischen Umfeld erlebt. Als Erbe der „politischen Wende“ unter der von Bundeskanzler Schüssel

geführten Regierung von FPÖ/BZÖ und ÖVP haben diese Fälle sich derartig gehäuft, dass ein Vergleich mit

dem Verfall der politischen
Sitten im Österreich der zwanziger Jahre durchaus angemessen erscheint.
Der Leser dieses Buches wird daher nicht umhin können, eine Reihe von Déjà-vu-Erlebnissen zu verzeichnen."

 Ferdinand Lacina im Vorwort

"Der Untertitel des damals Aufsehen erregenden Werkes lautete
Zur Soziologie der politischen Korruption 
- und bezog sich auf die rechtsextremen und
reaktionären Kräfte, die zum Teil hinter den krachenden Banken standen."

Hans Rauscher in Der Standard vom 4. Oktober 2006

 

Erika Bezdíčková: Mein langes Schweigen. Mit einem Vorwort von Olga Sommerová und einem Nachwort von Rainer König-Hollerwöger. 

Aus dem Tschechischen von Pavla Váňová. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2013. 124 S. ISBN 978-3-901602-52-8. Euro 12,-

Eindringlich schildert Erika Bezdíčková (geboren 1931), deren Schicksal mit jenen Edith Brucks und Ruth Klügers vergleichbar ist, ihre Erfahrung der Wiederkehr in ein Land, in dem die Ermordeten, Verschleppten, Vertriebenen vielfach nicht vermisst, sondern eher als Störung empfunden werden. Der Besuch in der einstigen Heimatstadt Žilina macht ihr klar, dass sie in der Slowakei, die sich 1939 unter deutschem Schutz und der Führung Jozef Tisos als faschistischer Staat etablierte, keine Bleibe finden könnte. Sie emigriert folglich in den tschechischen Teil der Republik. 

Unter dem 1948 etablierten kommunistischen Regime bleiben antisemitische Diskriminierungen jedoch unter der Hand bestehen und zerstören wiederholt Erikas Versuche, sich ein neues Leben aufzubauen. Der tschechoslowakische Staat, unbeteiligt zwar an den Verbrechen der Schoa, erweist sich als ein Ort der Verdrängung, an dem eine offene Auseinandersetzung mit dem Geschehenen erst nach dem Zusammenbruch der neuen Gewaltherrschaft möglich wird. "Mein langes Schweigen" hatte aber noch einen anderen Grund: Erika Bezdíčková musste durch das Grauen der Schoa und das erlittene Unrecht hindurch erst eine Versöhnung mit sich selbst, mit dem Schuldgefühl der Überlebenden und damit den Zugang zu den Erinnerungen auch an eine unbeschwerte Kindheit finden.

 

 

Siglinde Bolbecher: Nadelstich. Gedichte. Mit einem Nachwort von Konstantin Kaiser und Herbert Staud. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2013. 96 S. ISBN 978-3-901602-50-4. Euro 12,-

Erschienen Mitte Februar 2013!

 

"Siglinde Bolbecher hat ein großes Werk angehäuft. Ihr geistiger und physischer Kampf für die Aufarbeitung der Geschichte des Exils und Widerstands gegen den Nationalsozialismus war auch ein Kampf für das Lebendighalten dieser Geschichte und ein Streben nach Selbsterkenntnis. Leben bekam diese Geschichte, weil Siglinde den damit verbundenen Geschichten Leben einhauchte – indem sie Verschollenes wieder zur Geltung brachte, auf die Menschen verwies, den Dialog mit ihrem Leben und Werk suchte, und dort, wo es noch möglich war, auch die persönliche Begegnung.
Siglindes Lebenswerk ist mit dem vorliegenden Lyrikband um eine Facette reicher. [...]"

– Konstantin Kaiser, Herbert Staud.
 

 

Niewiederland

Trude Krakauer: Niewiederland. Gedichte. Mit einem Nachwort von Siglinde Bolbecher. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2013. 96 S. ISBN 978-3-901602-49-8. Euro 12,-

Erschienen Mitte Februar 2013!

 

"Das lyrische „Ich“ Trude Krakauers spricht selten zu einem konkreten „Du“. Das „Ich“ ist ihr gespalten in Heimat, Jugend und Zukunft: wovon sie spricht, wurde in eine ewige Fremdheit gerettet. „Ich bin ein Mensch, der vor sich selber flieht“, heißt es in dem Gedicht „Meine Widersprüche“, das die äußere Zerstörung durch den Faschismus an der inneren Gespaltenheit nachzeichnet. Es ist ein trotzig rebellisches Herz, das die Wege vom Ursprung her, der leuchten mag, bis auf das Verdorren hin überprüft. Die „Luftwurzeln“ ihres Gedichts „zittern und schwanken und tasten ins Leere“."

– Siglinde Bolbecher.

 

 

Ulrich Becher: "Ich lebe in der Apokalypse". Briefe aus dem Exil.
Herausgegeben und eingeleitet von Martin Roda Becher  in Zusammenarbeit mit Dieter Häner und Marina Sommer. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2012. 303 S. ISBN 978-3-901602-39-9. Euro 30,-

Der Exilbriefwechsel Ulrich Bechers mit seinen Eltern enthält einige wenige Briefe aus der Jugendzeit in Deutschland, 65 der 70 Briefe erreichten die Eltern bereits aus dem Exil. Auch die Eltern, Richard und Elisa Becher, mußten, als Juden verfolgt, Deutschland verlassen und fanden schließlich in den USA ein Asyl.
Dieser Briefwechsel ist ein bedeutendes Dokument der Briefkultur im Exil, der Versuch, über Meere und Grenzen hinweg den Zusammenhalt zu wahren, sich über die Fragen der Zeit und die Unzahl persönlicher Probleme des Exils zu verständigen und sich auch über große Entfernungen hinweg gegenseitig beizustehen.

Erschienen im November 2012!

Sophie Roth: Für mein Schurlikind. Tagebuch 1940 - 1944.
Herausgegeben und kommentiert von Evelyn Adunka. (Reihe anders erinnern, Bd. 7). Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2012. 95 S. ISBN-13 978-3-901602-48-1. Euro 12,-

 

Sophie Roth (1901-1974), geborene Landau, lebte von 1914 bis 1938 in Wien, zusammen mit ihrem Ehemann Norbert, einem Angestellten und Geschäftsmann, und ihren beiden Söhnen Erwin (geboren 1924) und Richard Georg (genannt Schurli, geboren 1928).  

Im Herbst 1938 erkrankte Richard Georg an Leukämie.  Er starb im Oktober 1939 in Manchester.  Das hier vollständig wiedergegebene Tagebuch beschreibt den dramatischen Kampf um das Leben des Kindes im Wiener Rothschildspital und in Großbritannien, wohin das jüdische Ehepaar im August 1939 flüchtete.  

Es erwähnt auch die Zeitereignisse und wird damit zu einem menschlich und historisch besonders tragischen und ergreifenden Dokument. 

 

Alfredo Bauer: Die Vorgänger. 

Die fünf Romane, aus denen sich die Pentalogie „Die Vorgänger“ zusammensetzt, stellen eines der Hauptwerke der österreichischen Exilliteratur dar. Es ist eine große Abrechnung mit der Geschichte von 1848 bis 1938, mit den Siegen und Niederlagen im Kampf um jüdische Emanzipation, Demokratie und soziale Gerechtigkeit in Österreich. 
Alfredo Bauers Romanzyklus „Los compañeros antepasados“ erschien bereits Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre auf Spanisch in Buenos Aires und liegt nun erstmals vollständig in deutscher Übersetzung vor. Mit der souveränen Naivität des geborenen Erzählers verwebt Bauer Zeitgeschichte und Fiktion, Familien- und Weltgeschichte, trügerischen Glanz und werktätiges Streben im Leben seiner Figuren. Und den Bewohnern des Landes, aus dem er flüchten musste, ruft er mit seinem Werk zu: „Hier ist die Rose, hier tanze!“

„Das, was hier nun vorliegt, ist das in einem Buch zusammengefasste Lebenswerk eines großen, unbeugsamen Mannes.“ (Felix Mitterer)

„Alfredo Bauer ist ein altmodischer Moralist, dessen positive Helden zuversichtlich sind, die Geschichte bewegen zu können.“ (Erich Hackl)

„Eine Tugend der Bauerschen Erzählweise ist die Genauigkeit, die niemals in Penibilität ausartet.“ (Literatur und Kritik)

Alfredo Bauer: Die Vorgänger. Hg. von Monika Tschuggnall. Aus dem Spanischen von A. Bauer und Christiane Barckhausen. Mit einem Vorwort von Felix Mitterer. Hardcover. Leinengebunden. 768 S. ISBN: 978-3-901602-46-7. Euro 36,-

Drucklegung gefördert durch die Stadt Wien-Kultur und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Erschienen im April 2012!

Pressemappe_Alfredo_Bauer_Die_Vorgänger 

 
 

Zwischenwelt 12: Subjekt des Erinnerns? Hg. von Helene Belndorfer, Siglinde Bolbecher, Peter Roessler und Herbert Staud. Wien und Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava 2012. 277 S. ISBN: 978-3-85435-628-8. Euro 24,90


Wer arbeitet und wozu über Vertreibung, Exil, Konzentrationslager, Widerstand? Statt der notorischen Frage nach der Zuverlässigkeit der Erinnerung fragt »Subjekt des Erinnerns?« nach den Motiven und Strategien derer, die sich erinnern und an der Erinnerung arbeiten. Das Ziel ist eine kopernikanische Wende in der Einnerungskultur, gelebte Differenz statt Distanzierung vom historisch Geschehenen. Das Buch fasst die Ergebnisse des Symposiums zum 25­jährigen Bestehen der Theodor­Kramer­Gesellschaft zusammen. InitiatorInnen von Gedenkstätten, SchriftstellerInnen, WissenschaftlerInnen kommen gleichermaßen zu Wort.

Erschienen im Mai 2012!
 

 

EXIL. Literatur & Gedächtnis. Ein Lesebuch.
Hg. Alexander Emanuely, Judith Goetz und Thomas Wallerberger. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2012. 160 S. ISBN: 978-3-901602-47-4 Euro 12,-

Das EXIL-Lesebuch versucht die Stimmen jener Menschen in den Vordergrund zu stellen und sie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die als wichtige ZeitzeugInnen ihre Erfahrungen und Emotionen im Exil festhielten, wie Annette Richter, Stella Rotenberg, Otto Harpner, Anna Krommer, Bill Spira, Hermann Hakel, Berthold Viertel, Susanne Wantoch, Ernst Ritter, Bruno Schwebel und Alfredo Bauer. Das Lesebuch soll auch einen ersten Einblick in die Exilforschung ermöglichen, wichtige Erkenntnisse zusammenzufassen sowie aufgeworfenen Fragen Antworten geben. Dabei vermitteln uns die AutorInnen Susanne Alge, Rita Thalmann, Konstantin Kaiser und SIglinde Bolbecher deutlich, dass die Exilforschung weit davon entfernt ist, zum Stillstand zu kommen bzw. kommen zu dürfen. Besonders freut es uns daher auch, dass wir drei Studierende, bzw. junge ForscherInnen - Jill Meißner, Martin Krempel und Irene Messinger - dafür gewinnen konnten, ihre eigenen Arbeiten mit bislang unveröffentlichten Forschungsergebnissen für die vorliegende Publikation zur Verfügung zu stellen.
2011 ist "MÄRZ. Literatur und Gedächtnis. März 1938" in Kooperation mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft und LICRA-Österreich erschienen. Mit "EXIL" wird die Reihe fortgesetzt, diesmal haben wir die ÖH-Salzburg als zusätzliche Kooperationspartnerin dazugewonnen. Es sind weitere Bände geplant, eines zum Widerstand und eines zum Leben der Verfolgten, Exilierten, WiderstandskämpferInnen nach 1945.

Erschienen im Mai 2012!

T. Scarlett Epstein: Es gibt einen Weg. Eine Jüdin aus Wien.
Hg. von Siglinde Bolbecher. Aus dem Englischen von Katharina Laher. (Reihe anders erinnern, Bd. 6). Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2011. 312 S. ISBN 978-3-901602-45-0. Euro 21,-


T. SCARLETT EPSTEIN wurde 1922 als Trude Grünwald in Wien geboren. 1938 mußte die Familie ihr Leben vor den Nazi-Verbrechern retten und floh zuerst nach Jugoslawien, dann nach Albanien und 1939 nach England. Ohne Schulabschluss arbeitete sie jahrelang als Näherin in den Fabriken von Manchester. In Abendkursen bildete sie sich fort und studierte schließlich Entwicklungsökonomie und Anthropologie. Auf diesen Gebieten wurde sie zu einer weltweit anerkannten und ausgezeichneten Pionierin.
In ihrer Autobiographie berichtet Epstein von ihren Erfahrungen als Flüchtling in Zagreb, Durrës, London und Manchester. Sie erzählt von ihrem Streben nach Glück und ihrem erfolgreichen Kampf gegen Krebserkrankungen. Und erzählt von ihrer teilnehmenden Feldforschung in Papua-Neuguinea und in Südindien, von zwischenmenschlichen Beziehungen über Kontinente hinweg und ihren Erfolgen.

Erschienen im November 2011!

Gerda Hoffer, Judith Hübner: Zwei Wege ein Ziel –  Zwei Frauenschicksale zwischen Wien und Jerusalem. Hg. von Evelyn Adunka und Konstantin Kaiser. (Reihe anders erinnern, Bd. 5). Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2011. 240 S. ISBN 978-3-901602-42-9. Euro 21,- 

Das Buch zweier Freundinnen, die auf getrennten Wegen nach Jerusalem gelangt sind. Hier wurde Gerda Hoffer zur Schriftstellerin, Judith Hübner schließlich zur Vizebürgermeisterin und Ehrenbürgerin.
Beide wurden 1921 in Wien, vor 1938 eine der Weltmetropolen des jüdischen Lebens, geboren. Gerda wuchs in einem liberalen, linken Umfeld auf, Judith stammt aus einer jüdisch-orthodoxen Kaufmannsfamilie. Beide mussten vor den Nationalsozialisten flüchten. Viele ihrer Freunde und Verwandten, Judiths Eltern und Schwester, Gerdas Jugendliebe wurden ermordet.
In Jerusalem wurden Gerda und Judith Freundinnen. Ihre Erinnerungen berichten von zwei sehr verschiedenen Erfahrungen und einem gemeinsamen Ziel: Jerusalem. 

Erschienen im September 2011!

   

MÄRZ. Literatur und Gedächtnis. März 1938. Ein Lesebuch.
Hg.  Judith Goetz, Alexander Emanuely. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2011. 176 S.  ISBN: 978-3-901602-44-3. Euro 12,-


Mit Beiträgen von: Alfredo Bauer, Ruth Beckermann, Alexander Emanuely, Martin Esslin, Claire Felsenburg, Judith Goetz, Michael Guttenbrunner, Konstantin Kaiser, Fritz Kernau, Ruth Klüger, Lili Körber, Trude Krakauer, Theodor Kramer, Danny Leder, Janko Messner, Erika Mitterer, Wolfgang Neugebauer, Emilie Reich, Maximilian Reich, Sabine Plakolm-Forsthuber, Stefan Pollatschek, Elke Rajal, Edith Rosenstrauch-Königsberg, Stella Rotenberg, Bil Spira, David Vyssoki, Thomas Wallerberger 

MÄRZ ist ein Lesebuch. Den HerausgeberInnen sind bei der Auswahl der Beiträge drei Aspekte ein zentrales Anliegen gewesen: wie AutorInnen, die allein von ihrem literarischen Können allen LeserInnen bekannt sein müssten, aber kaum bekannt sind – AutorInnen des Exils – den März 1938 erlebt, verarbeitet, vermittelt haben und vermitteln; wie mit den überlebenden Menschen, für welche die Machtergreifung der Nazis ein Todesurteil bedeutete, nach 1945 umgegangen wurde; und wie die Erinnerung an das niemals zu Vergessende, an die Wege nach Auschwitz erhalten werden kann. 
Ein Lesebuch bietet eine Auswahl, eine Verdichtung von Erzählung, ermöglicht durch verschiedene Perspektiven auf die Barbarei und die Konsequenzen, welche diese mit sich brachte. Eine solche Auswahl kann und soll nicht erklären, fassen, sie kann nur ein erstes, dichtes Bild schaffen, kann nur Anregung sein für weiteres Nachdenken und Lesen...

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Erschienen im März 2011!

 

Dora Schimanko: Warum so und nicht anders. Die Schiffs: Eine Familie wird vorgestellt. Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2011. 173 S. Mit zahlreichen Abbildungen. ISBN: 978-3-901602-43-6. Euro 15,90


Dora Schimanko, mit ihren 78 Jahren trotzdem eine junge Autorin, beschreibt in ihrer spannenden und aufwühlenden Familienchronik gekonnt, manchmal poetisch, sogar amüsant anmutend, dann traurig stimmend Alltagssitutationen zwischen Normalität, Verfolgung und Exil.
„Warum so und nicht anders“ bietet dank seiner literarischen Qualität einen eindringlichen Einblick in jene Zeit, die der Shoah voranging. Es folgen die Jahre der Verfolgung und man erfährt, wie die sechsjährige Dora den Kindertransport nach Großbritannien erlebt. Die Autorin erzählt in den letzten Kapiteln auch über die Zeit nach 1945, über den Tod ihrer Mutter 1980 und über die Briefe, die sie im Nachlass findet und dank denen sie vieles erst erzählen konnte.
Dora Schimanko gelingt es mit diesem Buch, ihre Familie, zu der Walter Schiff, Sir Karl Popper und Käte Boll-Dornberger gehören, „aus dem Museum der toten Vergangenheit“ zu holen und sie lebendig zu machen.

 

Hans Reichenfeld: Bewegtes Exil. Erinnerungen an eine ungewisse Zukunft. Aus dem Englischen von Katharina und Ludwig Laher. Vorwort von Ludwig Laher. (Reihe anders erinnern, Bd. 4). Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2010. 240 S. ISBN 978-3-901602-40-5. Euro 21,-

Das Buch ist das Produkt einer Freundschaft zwischen einem österreichischen Autor und einem Exilierten.

Hans F. Reichenfeld, geb. 1923 in eine jüdische Familie in Wien, wo er 1933-38 das Akademische Gymnasium besuchte, flüchtete im August 1938 nach Großbritannien. Im Mai 1940 als Enemy alien auf der Isle of Man interniert, wurde er nach Kanada deportiert, durfte aber 1941 nach Großbritannien zurückkehren. Aktivist von Young Austria, meldete er sich 1944 freiwillig zur Royal Air Force. 1947-52 studierte er Medizin in London und praktizierte als Allgemeinmediziner in Birmingham. 1966 übersiedelte er mit seiner Familie nach Kanada. 1972 schloß er die psychiatrische Fachausbildung in Ottawa ab, wo er bis heute als Psychiater und Universitätslehrer lebt. Sein Spezialgebiet ist die geriatrische Psychiatrie.

Ludwig Laher, geb. 1955 in Linz, studierte Germanistik, Anglistik und Klassischen Philologie, Universitätslehrer, Übersetzer und Autor, lebt in Sankt Pantaleon (Oberösterreich), erhielt zahlreiche Literaturpreise und Stipendien. Schreibt Prosa, Lyrik, Essays, Hörspiele, Hörbilder, Drehbücher sowie wissenschaftliche Texte.



 

 

Georg Stefan Troller: Wohin und zurück. Die Trilogie. Drehbuch zur gleichnamigen Filmtrilogie. Mit einer Einleitung des Autors und einem Nachwort von Ruth Beckermann. Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2009. 201 S. ISBN 978-3-901602-38-2.  Euro 21,-

Die von Axel Corti aufgrund eines Drehbuchs von Georg Stefan Troller realisierte Trilogie "Wohin und zurück" (1982-86) stellt eine der herausragendsten Leistungen des österreichischen Films der Nachkriegszeit dar. Georg Stefan Troller hat nun das Originaldrehbuch rekonstruiert und erzählt in ihm auch die Geschichte der eigenen Emigration: Auswanderung aus Österreich, Einwanderung in Amerika und Rückkehr nach Europa. Es geht um jüdische Emigranten und, sofern sie überleben konnten, um ihre Heimkehr."Wohin und zurück" besteht aus den drei Teilen:
An uns glaubt Gott nicht mehr
Santa Fe
Welcome in Vienna

Der erste Teil beginnt in der Reichspogrom­nacht im November 1938 und endet im Sommer 1941, als es den letzten Emigranten gelang, das sinkende Schiff Europa zu verlassen.
Im zweiten Teil zeichnet Troller mit Ironie und Tra­gi­komik das Emigrantenmilieu in den USA. Im Mit­tel­punkt steht der junge Freddy Wolff, der sich wei­gert, Amerikaner zu werden. Nach dem Eintritt der USA in den Krieg meldet sich Freddy zur Ar­mee. Er will dem Land, das ihn aufgenommen hat, seine Dankbarkeit erweisen und nach Europa zurück.
Der dritte Teil beginnt im Winter 1944. Freddys Division kämpft im Elsass, er vernimmt deutsche Gefangene und Überläufer. Am Tag der Kapitu­lation verliebt er sich in die angehende Schauspielerin Claudia aus Wien. Freddy begegnet ihr im vom Krieg verwüsteten Wien wieder. Freddy tut sich schwer, ehemalige Mitläufer und lebenshungrige Egoisten, Schleichhändler, Idealisten und Schieber bilden die Gesellschaft, in der er sich bewegt.

 

 
 

Nahid Bagheri-Goldschmied: Chawar. Roman. Aus dem Persischen von der Autorin. (Reihe anders erinnern, Bd. 3). Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2009. 147 S. ISBN 978-3-901602-21-4. Euro 18,-

In dem Roman beschreibt die Autorin aus eigenem Erleben die Kindheit des Mädchens Chawar in einer wohlhabenden Teheraner Familie, in der die traditionellen Anmaßungen eines religiös verbrämten Patriarchats mit neuen Lebensansprüchen und Ansichten teils stumm nebeneinander herlaufen, teils heftig und mit tragischen Auswirkungen zusammenstoßen. Dem Streben nach moderner Bildung steht das Festhalten am Überlieferten gegenüber. Die Familie spiegelt den so­zialen und kulturellen Zustand des Iran im Ausgang der Periode der Schah-Herrschaft.

Das Mädchen Chawar gerät als Studentin und danach als Lehrerin in einen immer tieferen Konflikt zuerst mit dem Schah-Regime, dann aber mit der neu errichteten „Islamischen Republik“ und den deren Doktrin terroristisch durchsetzenden Revolutionswächtern. Chawars Geliebter wird ermordet, und ihr selbst bleibt nach monatelanger Haft und Folterung nur mehr die rasche Flucht ins Ausland.

Der Roman ermöglicht ein Verständnis der Vorgänge im heutigen Iran, von innen her schildert die Niederlage der verschiedenen linksgerichteten und laizistischen Parteien und Strömungen im Iran. Der Roman ist im Exil in Österreich entstanden und beschreibt indirekt auch die Differenz zwischen den Zuständen in Österreich, und dem, was im Iran zu unserer Zeit möglich war und ist.


 

 

Isaak Malach: Isja, ein Kind des Krieges. Eine Erinnerung.  Nachwort von Veronika Seyr. Deutsche Bearbeitung von Konstantin Kaiser in Zusammenarbeit mit dem Autor und Emilia Malach. (Reihe anders erinnern, Bd. 2). Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft. 175 S. ISBN 978-3-901602-35-1. Euro 18,-

Isaak Malachs Kindheitserinnerungen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges führen in eindringlicher Weise vor Augen, was Millionen Flüchtlinge, die aus den von Nazideutschland eroberten Gebieten evakuiert wurden, innerhalb der Sowjetunion zu erleiden hatten, wobei besonders die russischen Juden betroffen waren. Es ist dies ein für viele unbekanntes Kapitel unserer Geschichte.

Isaak Malach, geb. 1936 in Tschudnow (Ukraine), besuchte das Polytechnikum in Lvov (Lemberg), wo er 35 Jahre als Ingenieur tätig war. Isaak Malach lebt mit seiner Frau, einem Sohn und einer Tochter seit 1992 in Wien. Zwei weitere Kinder leben jetzt in den USA. Malach war beim Jüdischen Museum der Stadt Wien beschäftigt.

Gedichte schreibt Malach seit seiner Kindheit. Erste Verse wurden in der "Pionierzeitung" veröffentlicht; seitdem sind viele seiner Gedichte in Zeitschriften erschienen. Malach veröffentlichte u.a. in russischer Sprache: Der Weg nach Auschwitz (Essay, 1968); Warschauer Melodien (Gedichte, 1969). Malachs literarisches Archiv ging bei seiner Auswanderung aus der Sowjetunion verloren. In Wien vollendete er die autobiographische Erzählung "Isja, ein Kind des Krieges". Malach, seit 1998 österreichischer Staatsbürger, komponiert auch selber, so eine "Neue Wiener Hymne" und das Lied "Wir Menschen auf Erden".

 

 Michael Guttenbrunner: Opferholz. Wien und Aachen: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Rimbaud Verlag 2009. 92 S. ISBN 978-3-906102-37-5. Euro 20,-

Mit der Neuauflage von Opferholz wollen wir an den 5. Jahrestag von Michael Guttenbrunners Tod (12. Mai 2004) erinnern. Opferholz (1954) ist Guttenbrunners entscheidender Durchbruch zu seinem ganz eigenständigen Schreiben gewesen.

   

Otto Basil: Schon sind wir in Mund und Urne. Ausgewählte Gedichte. Hg. von Christian Teissl. In Kooperation mit Rimbaud, Aachen 2008. 96 S. ISBN 978-3-901602-34-4. Euro 19,-


Eine Auswahl der Dichtungen des Herausgebers der legendären Kulturzeitschrift "Plan" Otto Basil anlässlich seines 25. Todestags.

 

 

Hans Landauer in Zusammenarbeit mit Erich Hackl: Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer. 1936-1939.
2., erweiterte und verbesserte Auflage
Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2008
2008. 270 S., 270 Abb. ISBN 978-3-901602-33-7. Euro 24,-

Fünf Jahre nach seinem Ersterscheinen legen Hans Landauer und Erich Hackl eine überarbeitete und erweiterte Fassung des Lexikons der österreichischen Spanienkämpfer 1936-1939 vor: Knapp 1.400 Österreicher befanden sich unter den Freiwilligen, die im Spanischen BürgerInnenkrieg gegen den Faschismus kämpften, die Demokratie verteidigten oder die Idee einer sozialen Revolution verfochten.

„Eine große Leistung an Ausdauer, an Spürsinn, an Unbeirrbarkeit, an Empathie.“

Robert Streibel, Die Presse

 

Konstantin Kaiser - Ohnmacht und Empörung
Hg. von Primus-Heinz Kucher, Karl Müller und Peter Roessler. Wien, Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava 2008. 417 S., ISBN 978-3-85435-368-3. Euro 29,70

„Ohnmacht und Empörung“ - 25 Jahre schrieb Konstantin Kaiser gegen Resignation und Gleichgültigkeit an. Im Zentrum stand sein Kampf für die Rehabilitation und Kenntnisnahme der im eigenen Land mißachteten österreichischen Exilliteratur. Das Jahrbuch 11 der Theodor Kramer Gesellschaft versammelt 26 große Aufsätze Kaisers, Essays und Abhandlungen, entstanden zum Teil auch in Gemeinschaftsarbeit mit Siglinde Bolbecher und Peter Roessler. Mit Beiträgen über Günther Anders, Alfredo Bauer, Ulrich Becher, Elias Canetti, Erich Fried, Albert Fuchs, David Grossman, Erich Hackl, Ödön von Horváth, Ernst Jandl, Fritz Kalmar, Joseph Kalmer, Leo Katz, Trude Krakauer, Theodor Kramer,Peter Preses, Tamar Radzyner, Hans Schmeier, Jura Soyfer, Karl Tschuppik, Berthold Viertel, Helmut Zenker.

 

 

Miguel Herz-Kestranek, Konstantin Kaiser, Daniela Strigl (Hg.) In welcher Sprache träumen Sie? Österreichische Exillyrik. Anthologie. Wien 2007, 567 S., Leinen/ Schutzumschlag, ISBN 978-3- 901602-25-2 Euro 30,-

Über 50 Jahre nach der bisher einzigen Lyriksammlung des österreichischen Exils, „Dein Herz ist deine Heimat“ (Wien 1955), erscheint eine neue große Anthologie des Exils, der Verfolgung, des Widerstands und der inneren Emigration und stellt 278 Lyrikerinnen und Lyriker mit markanten Werkproben und in Kurzbiographien vor. Die Lyrik ist die zentrale literarische Gattung des Exils: als Überlebenshilfe in einer bedrückenden Außenwelt, als Möglichkeit des genauen und doch unmittelbaren Ausdrucks, als Behauptung der eigenen Persönlichkeit... Das Exil war 1945 und auch 1955 nicht zu Ende, und so sind seitdem viele Autorinnen und Autoren neu hervorgetreten oder überhaupt erst mit ihren bereits vor 1955 entstandenen lyrischen Werken bekannt geworden, so z.B. Alfredo Bauer, Ruth Klüger, Trude Krakauer, Anna Krommer, Felix Pollak, Stella Rotenberg oder Jaffa Zins.

   
 

 

 

Jahrbuch Zwischenwelt 9
Frauen im Exil.

Hg. von Siglinde Bolbecher unter Mitarbeit von Beate Schmeichel-Falkenberg Wien, Klagenfurt / Celovec: Theodor Kramer Gesellschaft und Drava Verlag 2007. 311 S., ISBN 978-3-85435-368-3. Euro 24,90

Flucht, Vertreibung und Exil wurden zu prototypischen Erfahrungen der Menschen im 20. Jahrhundert. Frauen im Exil widmet sich einer marginalisierten Seite der (männlichen) Geschichtsschreibung: der Kreativität von Frauen auf der Flucht vor dem Faschismus und ihrem Selbstbehauptungswillen unter den Bedingungen des Exils: Lebens-, Bildungs- und Karrierebrüche von exilierten Frauen in den USA, Frankreich, Spanien und der Sowjetunion, deren soziale und politische Netzwerke und Verbindungen zur Widerstandsbewegung. Mit Beiträgen von Susanne Alge, Astrid d'Auzers, Simone Barck, Siglinde Bolbecher, Renate Göllner, Walter Grünzweig, Bernhard Handlbauer, Irene Heidelberger-Leonard, Doris Ingrisch, Ma rianne Kröger, Dagmar Lorenz, Hanna Papanek, Sabine Plakolm-Forsthuber, Gerhard Scheit, Christa Scheuer-Weyl, Beate Schmeichel-Falkenberg, Ingrid Strobl, Rita Thalmann.

 

 

 

 

Maximilian und Emilie Reich: 
Zweier Zeugen MundVerschollene Manuskripte aus 1938 Wien - Dachau - Buchenwald. Hg. von Henriette Mandl. Wien 2007. 306 S., br., ISBN 978- 3-901602-30-6. Euro 21,-

Am 17. März 1938 wird der jüdische Sportjournalist Maximilian Reich in Wien verhaftet und am 1. April wird er mit dem sogenannten Prominententransport ins KZ Dachau deportiert: 151 Männer, unter ihnen ehemalige Minister, Richter, zwei spätere Bundeskanzler, jüdische Journalisten, Schriftsteller und Künstler. Wäh rend Maximilian Reich die Torturen in Dachau und dann in Buchenwald überlebt, kämpft seine „arische“ Frau Emilie in Wien um seine Freilassung und um eine Ausreisemöglichkeit. Die sich ergänzenden Berichte von Max und Emilie Reich sind vermutlich die ersten, die von österreichischen Opfern des Nationalsozialismus verfaßt wurden. Und sie sind, den Blick der Frau und den des Mannes miteinander verschränkend, einzigartig. Henriette Mandl hat die verschollenen Manuskripte ihrer Eltern wiedergefunden. Und der Historiker Wolfgang Neugebauer hat dazu eine kleine Geschichte des ersten Österreichertransports nach Dachau verfaßt.

 

 
 

 

Jaffa Zins:  Scheindele. Gedichte.

Herausgegeben und aus dem Hebräischen übersetzt von Konstantin Kaiser in Zusammenarbeit mit der Autorin. Mit Übersetzungen von Frederick Brainin und Manfred Winkler und einem Beitrag von Jaakov Schechter. Wien und Aachen: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Rimbaud Verlag 2007. 80 S. ISBN 978-3-901602-32-0. Euro 12,-

Jaffa Zins, geboren als Scheindele Schechter 1928 in Kitov (Polen, vor 1918 Galizien), floh 1941 ins Innere der Sowjetunion. Sie emigrierte nach Kriegs ende über die Tschechoslowakei, Österreich, Italien nach Israel. Sie heiratete und hat zwei Söhne. Sie hält Vorträge über die Shoah und Poetik-Vorlesungen an Schulen und Colleges. „Als Überlebende des Holocaust“, schreibt sie, „wurde ich Zeugin dessen, was der Mensch dem Menschen antun kann. Das spiegelt sich in meinen Gedichten wider. Meine Gedichte helfen mir, das ,andere Licht’ im dunklen Tunnel der Schöpfung zu finden.“

 

 

 

 

Ilana Shmueli: Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt. Gedichte.

Wien und Aachen: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Rimbaud Verlag 2007. 112 S. ISBN 978-3-901602-31-3 Euro 15,-

Ilana Shmueli, 1924 in Czernowitz geboren, seit 1944 in Israel, arbeitete über lange Jahre als Sozialpädagogin in Tel Aviv. Heute lebt sie in Jerusalem. Ilana Shmueli ist bekannt als Jugendfreundin und dann auch als späte Freundin Paul Celans. Im Suhrkamp Verlag liegt ihr Briefwechsel mit Paul Celan vor. Zuletzt ist von Ilana Shmueli der autobiografische Band Ein Kind aus guter Familie. Czernowitz 1924 – 1944 (Rimbaud 2006) erschienen.

 

 

 

 

Leo Katz: Totenjäger. Roman.

Vorwort v. Konstantin Kaiser, Nachwort von Friedrich Katz. Wien und Aachen 2005 405 S.,  ISBN 978-3-901602-22-1. Euro 28,-

 

 

 

 

Leo Katz: Brennende Dörfer. Roman.

Hg., bearbeitet und Nachwort von Konstantin Kaiser. Wien und Aachen 2006 144 S., 2. bearb. AufI.,  ISBN 978-3-901602-27-6. Euro 21,-

 

 

 

 

Herbert Kuhner: Minki die Nazi Katze und die menschliche Seite. Prosa. Mit einem Nachwort v. Konstantin Kaiser. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 1998. 137 S. ISBN 3-901602-04-6. Euro 14,40

Der unbestechliche Blick des aus dem Exil Zurückgekehrten auf die österreichische Misere: hier ist er.

 

 

 

 

Stella Rotenberg: Ungewissen Ursprungs. Gesammelte Prosa. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Siglinde Bolbecher. Bilder von Hildegard Stöger. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 1997. 93 S. ISBN 978-3-901602-02-3. Euro 10,80. 

Sie habe sich, meint Rotenberg, eine „Art Ersatzheimat“ imaginiert. Das Dorf weist eine präzise, in sich geschlossene Topographie auf und weitet sich, Traumlandschaft, doch in plötzliche Ferne. Knapp und genau ist die Sprache. Eines unter den Dorfkindern ist auch Stella Rotenberg. Dieses Kind aber bleibt unsichtbar, es handelt und spricht nicht; es ist nur dabei. Doch seine Gegenwart wird von Geschichte zu Geschichte spürbarer.

 

 

 

 

Erwin Chvojka / Konstantin Kaiser (Hg.):

"Vielleicht hab ich es leicht, weil schwer, gehabt." Theodor Kramer 1897-1958. Eine Lebenschronik. Mit 40 Abbildungen und Faksimiles. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 1997. 118 S. ISBN 978-3-901602-03- 0. Euro 12,90

 

 

 

 

Peter Heller: Der junge Kanitz und andere Geschichten.

Mit einem Nachwort von Beatrix Müller-Kampel. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 1998. 119 S. ISBN 978-3-901602-05- 4. Euro 12,90

Der bekannte Lyriker, Essayist, Literaturwissenschaftler schildert eine Jugend in Wien und im kanadischen Internierungslager.

 

 

 

 

Jiddische Gedichte des 20. Jahrhunderts
übertragen von Hermann Hakel.

Hg v. Armin Eidherr. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2001. 159 S. ISBN 978-3-901602-06- 1. Euro 15,-

Ein Band mit einer repräsentativen Auswahl jiddischer Lyrik des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

 

Beppo Beyerl: Geschichten aus dem Abseits. 19 Streifzüge von Ost nach West. Mit Fotos v. Michael Wrobel. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2001. 150 S. ISBN 978-3-901602-14- 6. Euro 15,-

Ich wollte, so der Autor, „erzählen, was von vielen weggelassen wird, das erhellen, was sonst im Dunkeln liegen bleibt, auf das weisen, was oft der Bedeutungslosigkeit verfällt“.

 

 

 

 

Stella Rotenberg: An den Quell. Gesammelte Gedichte. Hg. v. Siglinde Bolbecher u. Beatrix Müller-Kampel. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2003. 224 S. ISBN-13 978-3-901602- 07-8. Euro 21,-

Bekannt geworden ist Stella Rotenberg zuerst durch ihre Gedichte. Geboren 1916 in Wien, wo sie zur Schule gegangen ist und zwei Jahre Medizin studiert hat. 1939 gelang ihr die Ausreise in die Niederlande, 1939 floh sie weiter nach Großbritannien. 1940 begann sie zu schreiben. Nach Kriegsende mußte sie erfahren, daß ihre Eltern und nahezu alle ihre Verwandten in den NS-Vernichtungslagern ermordet worden waren. Sie lebt seit 1948 in Leeds. Im Jahre 2001 erhielt sie den erstmals vergebenen Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil. Der Gedichtband enthält viele neue und unveröffentlichte Gedichte. Die Kargheit und präzise Schönheit ihrer Sprache beeindrucken ebenso wie die klare Einheit von Persönlichkeit und Werk: Zierlichkeit ohne Verzierung, Feinfühligkeit ohne Schwulst, Aussagekraft ohne Inszenierung.

Die Presse (Wien)

 

 

 

 

Marie Frischauf: Der graue Mann. Roman und Gedichte für Arnold Schönberg. Hg. u. mit einem Nachwort v. Marcus G. Patka. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2000. 139 S. ISBN-13 978-3-901602- 13-9. Euro 12,90

Wien im Winter 1946/47. Während in den zerbombten Vorstädten Wiens das Elend regiert, feiern die Schwarzhändler Champagnerparties. Bald tauchen die damals noch jungen alten Nazis auf und suchen ihre Nische im neuen Österreich. Der Nachkriegsroman der aus dem Exil in Mexiko zurückgekehrten Schriftstellerin und Ärztin (1882-1966).

 

 

 

 

Ingeborg Reisner: Kabarett als Werkstatt des Theaters. 
Literarische Kleinkunst in Wien vor dem Zweiten Weltkrieg.
Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2004. 445 S. mit zahlreichen Abbildungen. ISBN 978-3-901602-15- 3. Euro 21,-

Wien, Zeit der großen Wirtschaftskrise und des Aufstiegs von Faschismus und Nationalsozialismus: Arbeitslose Schauspieler, Musiker, Regisseure finden sich mit jungen Autoren zusammen und schaffen eine neue Form des Kabaretts - in den Kleinkunstbühnen „Der liebe Augustin“, „Literatur am Naschmarkt“, „Die Stachelbeere“, „ABC“.

 

 

 

 

Cécile Cordon und Helmut Kusdat (Hg.): An der Zeiten Ränder. Czernowitz und die Bukowina. Geschichte, Literatur, Verfolgung, Exil. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2002. 396 S. mit zahlreichen Abbildungen und faksimilierten Dokumenten. ISBN 978-3-901602-16- 0. Euro 30,-

Ein Sammelband begibt sich auf Spurensuche: vom „Mythos Czernowitz“ bis in die Gegenwart. Mit ZeitzeugInnenberichten, Gedichten, Biographien, Gesprächen und Erzählungen von und mit Heinrich Stiehler, Ilana Shmueli, Josef Burg, Margit Bartfeld-Feller, Mariana Hausleitner, Armin Eidherr, Rose Ausländer, Josef Rudel, K.E. Fran zos, Sergij Osatschuk, Gaby Coldewey, Gregor v. Rezzori, Peter Rychlo, Edith Silbermann, Leo Katz, Siglinde Bolbecher, Amy Colin, Rosa Roth-Zuckermann, Elieser Steinbarg, u.a.

 

 

 

 

Claire Felsenburg: Flüchtlingskinder. Erinnerungen. Vorwort von Elfriede Jelinek. (Reihe anders erinnern, Bd. 1). Wien: Theodor Kramer Gesellschaft und Aktionsradius Augarten 2002. 196 S. ISBN 978-3-901602-17-7. Euro 18,-

Das Buch bietet einen seltenen Einblick in das Leben von Zehntausenden, die im Ersten Weltkrieg aus den von russischen Truppen bedrohten oder besetzten Gebieten der Donaumonarchie nach Wien flohen, hier in großem Elend lebten, Gegenstand antisemitischer Hetze wurden, schwer nur Gewißheit über ihre Zukunft erlangen und dennoch neue Lebensfreude und Lebensmut entwikkeln konnten. - Claire Felsenburg, geb. 1911 in Lemberg, flüchtete 1914 mit den Eltern nach Wien, in der Brigittenau besuchte sie die Schule besuchte. 1938 floh sie gemeinsam mit ihrem Mann Walter vor den Nazis.

 

 

 

 

Hans Landauer in Zusammenarbeit mit Erich Hackl: 
Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer
1936-1939.

Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2003. 258 S., 150 Abb., Format 19,5x22 cm. ISBN 3-901602-18-6. Euro 24,- vergriffen!

Grundlegend von den Autoren überarbeitet und mit einer Bibliographie versehen, ist das Lexikon 2008 neu erscheinen.

Unter den Freiwilligen, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus kämpften, die Demokratie verteidigten oder die Idee einer sozialen Revolution verfochten, befanden sich fast 1400 Österreicher. Das Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer ist das Ergebnis jahrelanger Bemühungen, eine vollständige Liste dieser Frauen und Männer zu erstellen und sie in ihren biographischen Umrissen kenntlich zu machen. Es dokumentiert auch die oft geleugnete Bereitschaft von Österreichern, für die Freiheit eines anderen Volkes das eigene Leben zu riskieren. Bis heute gibt es kein an deres Werk über ein nationales Kontingent von Spanienkämpfern, das so umfassend ist wie dieses Handbuch.

 

 

 

 

Theodor Kramer: Solange der Atem uns trägt. Gedichte.

Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2004. 104 S. ISBN 978-3-901602-19- 1. Euro 12,90

Sechs ausgewiesene Kramer-ExpertInnen, Erwin Chvojka, Erich Hackl, Siglinde Bolbecher, Konstantin Kaiser, Primus- Heinz Kucher, Daniela Strigl, nennen in „So lange der Atem uns trägt“ jeweils die zwölf besten Gedichte Theodor Kramers und skizzieren in einer kleinen Einleitung ihre Motive und ihren persönlichen Bezug zu Kramer.

„Kein anderer Autor fand für das Schwerste so leicht einen Klang, keiner war so mündlich im Ton und so einprägsam wie die schönsten rumänischen Volkslieder. Und genau wie diese vertrackt melancholisch und, wenn das Atemholen es erlaubte, vertrackt fröhlich.“ (Herta Müller)

„Solange der Atem uns trägt“ - eine Auswahl von bekannten und charakteristischen Gedichten Theodor Kramers, sowohl zum ersten Kennenlernen Kramers als auch zum Ärger und Vergnügen der ExpertInnen.

 

 

 

 

Bruno Schwebel: Das andere Glück. Erinnerungen und Erzählungen.

Hg. v. Christian Kloyber u. Karl Müller. 2004. 290 S., ISBN 978-3-901602-20- 7. Euro 21,-

Wien-Brigittenau, Neulengbach, Purkersdorf, Paris, das Kinderheim von Montmorency, Montauban, Lissabon, Veracruz - ehe der vierzehnjährige Bruno Schwebel 1942 in Ciudad de México ankommt, ist er schon weit gereist. Und das Leben in Mexiko konfrontiert ihn mit Neuem und Ungewohntem, mit einer vielschichtigen Sprache und vielgestaltigen Landschaft.

 

 

 

 

Berthold Viertel zum Hundertzwanzigsten Geburtstag:
Im Scheitel die Bahn.

Wien und Dresden: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Verlag Die Scheune. 2005. 110 S. ISBN 3- 906102-24-0. Euro 8,20

In Berthold Viertels Dresdner Jahren befindet sich das Theater in Aufbruchstimmung; die Schauspieler fordern „Mitbestimmung“, und neue provozierende Stücke prägen den Spielplan. Auch die publizistische Szene ist in produktiver Unruhe. Neben seiner Regiearbeit fungiert Viertel als Redakteur der Zeitschrift Der Zwinger und veröffentlicht darin zwischen 1917 und 1921 zahlreiche Essays und Gedichte. Die nun im Signum-Sonderheft versammelten Texte wurden alle dem Zwinger entnommen.

 

 

 

 

Hazel Rosenstrauch: Erstaunter Blick zurück. Edith Rosenstrauch-Königsberg 1921- 2003.

Mit Beiträgen von Chaim Eisenberg, Beatrix Müller-Kampel, u.a. 2004. 91 S. ISBN-13 978-3- 901602-23-8. Euro 9,-

Das Buch gibt einen Einblick in das Leben und die Forschungstätigkeit von Edith Rosenstrauch-Königsberg und stellt mit einigen ihrer eigenen Texte und mit den Briefen, die zwischen den exilierten Kindern und den in Wien verbliebenen Eltern gewechselt wurden, ein erschütterndes Zeitdokument dar.

 

 

 

 

Bernhard Kuschey (Hg.): Die Psychoanalyse kritisch nützen und sozial anwenden. Ernst Federn zum 90. Geburtstag 2005. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2006. 148 S. DVD liegt bei. ISBN 978- 3-901602-26-9. Euro 21,-

Im September 2004 fand in Wien ein internationales wissenschaftliches Sym - posium statt, das sich mit dem Lebenswerk und den Theorien von Prof. Dr. Ernst Federn auseinandersetzte.

 

 

 

 

Bilder österreichischer Spanienkämpfer.

Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936-1939 und der Freunde des demokratischen Spanien.

24 Karten, 2006 ISBN 978-3-901602-28-3. Euro 18,-

458 österreichische Spanienkämpfer wurden in deutsche Konzentrationslager verschleppt. Jene, die überlebten, kehrten zumeist nach Österreich zurück. Sie waren Kommunisten, linke Sozialisten, unabhängige Linke und wollten ihren Beitrag zu einem Neuen Österreich leisten. In Österreich wurden sie an den Rand gedrängt - aber gerade sie verkörpern jenes andere rebellische Österreich, das es angeblich nie gegeben hat.

Deshalb legt die „Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936-1939 und der Freunde des demokratischen Spanien“ zum 70. Jahrestag des Ausbruchs des Bürgerkriegs 24 Karten vor, mit denen an diese Landsleute und an den antifaschistischen Widerstand in Spanien erinnert werden soll. Hinter jedem Bild steckt eine außergewöhnliche Biografie.

 

 

 

 

Kaufmann, Alois: dass ich dich finde. 
Kind am Spiegelgrund. Gedichte.

Herausgegeben von Mechthild Podzeit-Lütjen mit einem Vorwort von Hannah M. Lessing.

Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft gemeinsam mit Mandelbaum Verlag, 2006. 95 S., brosch. ISBN 978-3-901602-29-0. Euro 12,-

Im Jahre 1940 richteten die Nationalsozialisten auf dem Gelände der Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ eine Jugendfürsorgeanstalt  „Am Spiegelgrund“ ein. „Am Spiegelgrund“ sterben bis 1945 rund 800 Kinder. Ein Psychiater fertigte Gehirnpräparate der ermordeten kranken und behinderten Kinder an. Alois Kaufmann, geboren 1934 in Graz, geriet 1943 bis 1945 in diese Hölle. Alois Kaufmann ist einer von denen, die das Schweigen über das Geschehene brachen – mit seinem Buch über den „Spiegelgrund“ und durch ungezählte Vorträge. In seinen Gedichten hören wir seine ganz eigene unverkennbare Stimme.

 

 

 

 

Zwischenwelt 1
Über Kramer hinaus und zu ihm zurück

Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 1990. 269 S. ISBN 3-901602-08-9. ISBN 978-3-901602-08-5. Euro 8,70

Mit einem Gesamtverzeichnis der Sekundärliteratur zu Theodor Kramer. Redaktion: Siglinde Bolbecher, Johann Holzner, Kon stantin Kaiser, Primus-Heinz Kucher, Willy Verkauf-Verlon.
Mit Beiträgen von Eduard Angeli, Alan Brusini, Norbert Frei, Erich Fried, Michael Guttenbrunner, Erich Hackl, Murray G. Hall, Susanne Harpner, Johann Holzner, Horst Jarka, Konstantin Kaiser, Theodor Kramer, Anna Krommer, Primus-Heinz Kucher, Janko Messner, Uwe Naumann, Hans Raimund, Elisabeth Rei chart, Gerhard Scheit, Daniela Strigl, Jörg Thunecke, Willy Ver kauf-Verlon, Michael Wrobel.

 

 

 

 

Zwischenwelt 2
Die Welt des Jura Soyfer

Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 1991. 259 S. ISBN 3-85115-148-8. – vergriffen.

Herausgegeben von der Jura Soyfer Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Theodor Kramer Gesellschaft.
Redaktion: Herbert Arlt, Konstantin Kaiser, Gerhard Scheit. Mit neuentdeckten Texten von Jura Soyfer und Zeichnungen, Berichten und Gedichten von Leon Askin, Alfredo Bauer, John Lehmann, Samuel M. Rapoport, Bil (Willi) Spira und Heinz R. Unger.
Mit den Beiträgen zum Ersten Internatio nalen Jura Soyfer-Symposium von Herbert Arlt, Gilbert Badia, Wolfgang Beck, Siglinde Bolbecher, Jürgen Doll, Viviana Finzi- Vita, Ernst Glaser, Harald Heydrich, Horst Jarka, Konstantin Kaiser, Primus-Heinz Kucher, Alfred Pfabigan, Arthur West.

 

 

 

 

Zwischenwelt 3
Literatur in der Peripherie

Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 1992. 261 S. Mit Kurzbiographien der AutorInnen. ISBN 3-901602-09-7, ISBN 978-3-901602-09-2. Euro 10,20

Redaktion: Siglinde Bolbecher, Johann Holzner, Konstantin Kaiser, Primus-Heinz Kucher, Willy Verkauf-Verlon.
Mit Beiträgen von Manfred Altner, Herbert Arlt, Werner M. Bauer, Siglinde Bol - becher, Fritz Brainin, Alan Brusini, Darmo Brusini, Othmar Costa, Jürgen Egyptien, Meir Faerber, Beate Frakele, Virgilio Giotti, Walter Grünzweig, Sabine Gruber, Christian Hawle, Konstantin Kaiser, Leander Kaiser, Mirko Kriz´`mann, Primus- Heinz Kucher, Leonhard Kühschelm, Ilse Pollack, Hans Raimund, Rudolf Schönwald, Eva-Maria Siegel, Daniela Strigl, Jörg Thunecke, Willy Verkauf-Verlon, Peter Zwetkoff.

 

 

 

 

Zwischenwelt 4
Literatur und Kultur des Exils in Großbritannien

Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 1995. 382 S. Mit Kurzbiographien der AutorInnen. ISBN 3-901602-10-0, ISBN 978-3-901602-10-8. Euro 12,90

Herausgegeben von Siglinde Bolbecher, Konstantin Kaiser, Donal McLaughlin, J.M. Ritchie.
Mit Beiträgen von Jeremy Adler, Siglinde Bolbecher, Charmian Brinson, Richard Dove, Rosl Ebner, Kevin Gough-Yates, Konstantin Kaiser, Joseph Kalmer, Donal McLaughlin, Marian Malet, Arnold Paucker, Andrea Reiter, Annette Richter, J.M. Ritchie, Stella Rotenberg, Silvia Schlenstedt, Eva-Maria Siegel, Margaret Stone, Waltraud Strickhausen, Jennifer Taylor, Jörg Thunecke, Berthold Vier tel, Hermynia Zur Mühlen.

 

 

 

 

Zwischenwelt 5
Traum von der Realität Berthold Viertel

Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 1998. 297 S. Mit Kurzbiographien der AutorInnen und Personenregister. ISBN 3- 901602-11-9, ISBN 978-3-901602-11-5. Euro 20,10

Herausgegeben von Siglinde Bolbecher, Konstantin Kaiser, Peter Roessler.
Mit Beiträgen von Helmut G. Asper, Fritz Beer, Matthias Braun, Marianne Brün- Kortner, Evelyn Deutsch-Schreiner, Ernst Glaser, Wolfgang Glück, Kevin Gough- Yates, Marianne Gruber, Hans Heinz Hahnl, Hilde Haider-Pregler, Johann Holzner, Irene Jansen, Konstantin Kaiser, Felix Kreissler, Peter Roessler, Gerhard Scheit, Hans Viertel, Klaus Völker.

 

 

 

 

Zwischenwelt 6
Literatur der ,Inneren Emigration’ aus Österreich

Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 1998. 473 S. Mit Kurzbiographien der AutorInnen und Personenregister. ISBN 3- 901602-12-7, ISBN 978-3-901602-12-2. Euro 28,80

Herausgegeben von Johann Holzner und Karl Müller.
Mit Beiträgen von Uwe Baur, Catarina Carsten, Robert von Dassanowsky, Evelyn Deutsch-Schreiner, Heidrun Ehrke-Rotermund, Herwig Gottwald, Karin Gradwohl- Schlacher, Murray G. Hall, Johann Holz ner, Stefan H. Kaszynski, Ulrike Knes, Magda- lena Michalak-Etzold, Helga Mitterbauer, Hans-Joachim Müller, Karl Müller, Hubert Orlowski, Roman Rocek, Peter Roessler, Erwin Rotermund, Sabine Rupp, Gerhard Scheit, Helga Schreckenberger, Klaus Siebenhaar, Andrea Stoll, Jörg Thunecke.

 

 

 

 

Zwischenwelt 7
Chronist seiner Zeit Theodor Kramer

Wien, Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava Verlag 2000 338 S. ISBN: 978-3-85435-329-4. Euro 21,- Mit Kurzbiographien der AutorInnen.

Herausgegeben von Herbert Staud und Jörg Thunecke.
Mit Beiträgen von Siglinde Bolbecher, Erwin Chvojka, Karl Fallend, Axel Goodbody, Johann Holzner, Konstantin Kaiser, Volker Kaukoreit, Edith Kramer, Primus-Heinz Kucher, Peter Newmark, Andrea Reiter, Klemens Renoldner, Gerhard Scheit, Silvia Schlenstedt, Herbert Staud, Daniela Strigl, Jörg Thunecke, Harry Zohn.

 

 

 

 

Zwischenwelt 8
Jiddische Kultur und Literatur aus Österreich

Wien, Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava Verlag 2003 275 S. Mit Kurzbiographien der AutorInnen und Personenregister. ISBN 978-3-85435-418-5. Euro 21,-

Herausgegeben von Armin Eidherr und Karl Müller.
Mit Beiträgen von Evelyn Adunka, Mirosl/awa Bul/at, Gerhard Bodendorfer, Melech Chmelnizki, Brigitte Dalinger, Armin Eidherr, Mark Gelber, Gabriele Kohlbauer-Fritz, Karl Müller, Mendl Naj greschl, Melech Rawitsch, Marisa Romano, Edith Silbermann, Thomas Sox berger, Alexander Spiegelblatt, Georg Wacks, Armin A. Wallas.

 

 

 

 

Zwischenwelt 9
Frauen im Exil

Wien, Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava Verlag 2007 311 S. Mit Kurzbiographien der AutorInnen. ISBN 978-3-85435-368-3. Euro 24,90

Herausgegeben von Siglinde Bolbecher unter Mitarbeit von Beate Schmeichel- Falkenberg.
Mit Beiträgen von Susanne Alge, Astrid D’Auzers, Simone Barck, Siglinde Bol - becher, Renate Göllner, Walter Grünzweig, Bernhard Handlbauer, Irene Heidelberger- Leonard, Doris Ingrisch, Marianne Kröger, Dagmar Lorenz, Hanna Papanek, Sabine Plakolm-Forsthuber, Gerhard Scheit, Krista Scheuer-Weyl, Beate Schmeichel- Falkenberg, Ingrid Strobl, Rita Thalmann.

 

 

 

 

Zwischenwelt 10
Diaspora – Exil als Krisen - erfahrung: Jüdische Bilanzen und Perspektiven

Wien, Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava Verlag 2006 440 S. Mit Kurzbiographien der AutorInnen und Personenregister. ISBN: 978-3-85435-495-6. Euro 29,70

Herausgegeben von Armin Eidherr, Gerhard Langer und Karl Müller.
Mit Beiträgen von Alfred Bodenheimer, Evelyn Deutsch-Schreiner, Armin Eidherr, Mark H. Gelber, Sandra Goldstein, Martin A. Hainz, Marita Keilson-Lauritz, Primus- Heinz Kucher, Gerhard Langer, Karl Müller, Erik Petry, Jacques Picard, Andrea Reiter, Salvador Santa Puche, Gerhard Scheit, Bernhard M. Scherl, Georg Schmid, Sigrid Schmid-Bortenschlager, Zohar Shavit, Daniela Strigl, Klaus Zeyringer.

 

 

 

 

Zwischenwelt 11
Konstantin Kaiser – Ohnmacht und Empörung

Wien, Klagenfurt/Celovec: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft und Drava Verlag 2008 417 S. Mit einem biographischen Teil zu Konstantin Kaiser und eine Gesamtbibliographie der Arbeiten Kaisers. Mit einem Personenregister. ISBN: 978-3-85435-539-4. Euro 29,70 

Herausgegeben von Primus-Heinz Kucher, Karl Müller und Peter Roessler.
Mit Beiträgen über Günther Anders, Alfredo Bauer, Ulrich Becher, Elias Canetti, Erich Fried, Albert Fuchs, David Grossman, Erich Hackl, Ödön von Horváth, Ernst Jandl, Fritz Kalmar, Joseph Kalmer, Leo Katz, Trude Krakauer, Theodor Kramer, Peter Preses, Tamar Radzyner, Hans Schmeier, Jura Soyfer, Karl Tschuppik, Berthold Viertel, Helmut Zenker